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Solar & Energie

Photovoltaik und Balkonkraftwerk: Kosten und Förderung 2026

Redaktion Handwerkkompass · Aktualisiert: September 2026 · 7 Min. Lesezeit

Strom vom eigenen Dach oder Balkon senkt die Stromrechnung und macht unabhängiger. Doch lohnt sich eine große PV-Anlage oder reicht ein Balkonkraftwerk? Wir vergleichen Kosten, Regeln und Fördermöglichkeiten.

Kosten einer Photovoltaikanlage 2026

Für Einfamilienhäuser werden meist Anlagen mit 6 bis 12 kWp (Kilowatt-Peak) installiert. Die Preise inklusive Montage:

AnlageRichtwert*
PV-Anlage pro kWp (inkl. Montage)1.200 – 1.800 €
PV-Anlage 8 kWp (Einfamilienhaus)10.000 – 15.000 €
Stromspeicher pro kWh Kapazität500 – 1.000 €
PV-Anlage 10 kWp mit 10-kWh-Speicher18.000 – 28.000 €
Wallbox (inkl. Installation)1.000 – 2.500 €
Balkonkraftwerk (Set, selbst montiert)250 – 700 €
Balkonkraftwerk mit Speicher800 – 2.000 €

* Unverbindliche Richtwerte, Stand September 2026. Dachform, Ausrichtung und Zählerschrank beeinflussen den Preis.

0 % Mehrwertsteuer

Für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf oder in der Nähe von Wohngebäuden gilt seit 2023 ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Das betrifft Module, Wechselrichter, Speicher und die Montage – auch bei Balkonkraftwerken.

Balkonkraftwerk: Das gilt 2026

  • Leistung: Bis zu 800 Watt Wechselrichterleistung, bis zu 2.000 Watt Modulleistung.
  • Anmeldung: Nur eine vereinfachte Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr nötig.
  • Zähler: Ein alter Ferraris-Zähler darf übergangsweise weiterlaufen; der Netzbetreiber tauscht ihn bei Bedarf.
  • Mieter und Wohnungseigentümer: Balkonkraftwerke gelten als „privilegierte Maßnahme“. Vermieter und Eigentümergemeinschaft dürfen sie nicht mehr ohne triftigen Grund ablehnen – über das „Wie“ der Montage können sie aber mitreden.

Lohnt sich das?

Entscheidend ist der Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis, während die Einspeisevergütung für kleine Anlagen derzeit unter 8 Cent pro kWh liegt. Eine PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus amortisiert sich typischerweise nach 10 bis 15 Jahren, ein Balkonkraftwerk oft schon nach 3 bis 6 Jahren – bei einer Lebensdauer von 20 Jahren und mehr.

Förderung

  • KfW-Kredit „Erneuerbare Energien – Standard“ (270): zinsgünstiger Kredit für PV-Anlagen und Speicher.
  • Länder und Kommunen: Viele Städte fördern Speicher oder Balkonkraftwerke mit Zuschüssen. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Ihrem Energieversorger nach.
  • Steuern: Kleine private PV-Anlagen sind in der Regel von der Einkommensteuer befreit.

Montage durch den Fachbetrieb

Eine Dachanlage gehört immer in Profihände: Statik, Dachdurchdringungen, Blitzschutz und der Anschluss an den Zählerschrank erfordern Fachwissen. Auch bei Balkonkraftwerken kann ein Elektriker sinnvoll sein, etwa für eine Einspeisesteckdose oder eine sichere Befestigung an Balkon oder Fassade.

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?

Eine typische Anlage mit 8 bis 10 kWp kostet ohne Speicher etwa 10.000 bis 18.000 €, mit Speicher etwa 18.000 bis 28.000 € – jeweils inklusive Montage und ohne Mehrwertsteuer, da für private PV-Anlagen 0 % gilt.

Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?

Ja, aber nur vereinfacht im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Eine gesonderte Anmeldung beim Netzbetreiber ist seit 2024 nicht mehr erforderlich.

Darf mein Vermieter ein Balkonkraftwerk verbieten?

Nicht ohne Weiteres. Balkonkraftwerke sind seit 2024 eine privilegierte bauliche Veränderung. Der Vermieter muss grundsätzlich zustimmen, kann aber Vorgaben zur Art der Montage machen.

Quellen und Hinweise

* Preisangaben: unverbindliche Richtwerte (Stand September 2026), eigene Zusammenstellung auf Grundlage allgemein zugänglicher Preisangaben. Keine Gewähr – die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Region, Zustand, Material und Aufwand ab und können deutlich abweichen. Verbindlich ist nur das Angebot eines Betriebs.

Rechtliche, steuerliche und Förder-Angaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Aktualisierung wieder und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung. Förderprogramme und Regeln können sich ändern – bitte prüfen Sie die aktuellen Bedingungen bei der jeweiligen Stelle. Stand: September 2026.