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Maler & Fliesen

Was kostet ein Maler? Preise pro m² 2026

Redaktion Handwerkkompass · Aktualisiert: September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Frische Farbe verändert einen Raum sofort – aber was kostet es, wenn ein Profi streicht? Hier finden Sie typische Preisspannen pro Quadratmeter, erfahren, wovon der Preis abhängt, und wie Sie beim Malerauftrag sparen, ohne an der Qualität zu sparen.

Maler-Kosten 2026 auf einen Blick

Maler rechnen meist nach Fläche (€ pro m²) ab, kleinere Arbeiten auch nach Stunden. Die folgenden Werte sind unverbindliche Richtwerte inklusive Standardmaterial:

LeistungRichtwert*
Wände und Decken streichen (Dispersionsfarbe, weiß)8 – 16 € / m²
Wände farbig streichen10 – 20 € / m²
Raufaser tapezieren und streichen14 – 25 € / m²
Vliestapete / Mustertapete tapezieren18 – 35 € / m²
Alte Tapete entfernen4 – 10 € / m²
Innentür lackieren (inkl. Zarge)100 – 220 € / Stück
Heizkörper lackieren60 – 150 € / Stück
Fassade streichen (ohne Gerüst)20 – 45 € / m²
Stundensatz Maler45 – 70 € / Stunde

* Richtwerte, Stand September 2026. In Ballungsräumen wie München, Hamburg oder Frankfurt liegen die Preise oft am oberen Ende.

Beispielrechnung: Wohnung streichen

Eine 70-m²-Wohnung hat – je nach Raumhöhe und Grundriss – etwa 200 bis 250 m² Wand- und Deckenfläche. Bei 8 bis 16 € pro m² kommen Sie für einen weißen Anstrich auf rund 1.600 bis 4.000 €. Müssen vorher Tapeten entfernt oder Risse gespachtelt werden, wird es entsprechend mehr.

Wovon hängt der Preis ab?

  • Zustand des Untergrunds: Risse, Dübellöcher, Nikotin- oder Wasserflecken müssen vorbehandelt werden.
  • Vorarbeiten: Abkleben, Möbel abdecken oder ausräumen, alte Tapeten entfernen.
  • Farbe und Material: Kräftige Farbtöne brauchen oft zwei bis drei Anstriche, Premiumfarben kosten mehr.
  • Raumhöhe und Grundriss: Altbauten mit hohen Decken, Stuck oder Dachschrägen sind aufwendiger.
  • Region und Termin: Im Frühjahr und Sommer sind Maler stark ausgelastet.

Fassade streichen: Das Gerüst nicht vergessen

Bei Außenarbeiten kommt fast immer ein Gerüst hinzu. Dafür werden häufig 8 bis 15 € pro m² Gerüstfläche berechnet – bei einem Einfamilienhaus schnell mehrere tausend Euro. Tipp: Stehen am Haus weitere Arbeiten an (Dach, Fenster, Dachrinne), lohnt es sich, diese mit demselben Gerüst zu erledigen.

So sparen Sie beim Maler

  • Vorarbeiten selbst erledigen: Räume ausräumen, Möbel abdecken, alte Tapeten entfernen.
  • Mehrere Angebote vergleichen: Achten Sie darauf, dass alle Angebote die gleichen Leistungen enthalten.
  • Außerhalb der Hochsaison anfragen: Innenarbeiten im Herbst und Winter sind oft leichter zu terminieren.
  • Steuerbonus nutzen: Arbeits- und Fahrtkosten von Handwerkern können Sie nach § 35a EStG teilweise von der Steuer abziehen – derzeit 20 % der Lohnkosten, höchstens 1.200 € pro Jahr. Voraussetzung: Rechnung und Überweisung, keine Barzahlung.

Worauf Sie im Angebot achten sollten

Ein gutes Angebot listet Flächen, Anzahl der Anstriche, Farbe bzw. Produkt, Vorarbeiten und Abdeckarbeiten einzeln auf. Pauschalangebote ohne Flächenangaben lassen sich schlecht vergleichen. Fragen Sie nach, ob Entsorgung, Anfahrt und Schutzmaterial enthalten sind.

Häufige Fragen

Was kostet es, ein Zimmer streichen zu lassen?

Ein durchschnittliches Zimmer mit 15 m² Grundfläche hat etwa 50 bis 60 m² Wand- und Deckenfläche. Bei einem weißen Anstrich liegen Sie damit grob bei 400 bis 1.000 € – je nach Zustand der Wände und Region.

Rechnen Maler nach Stunden oder nach Quadratmetern ab?

Größere Flächen werden meist nach Quadratmetern abgerechnet, kleinere Ausbesserungen nach Stunden. Lassen Sie sich im Angebot beides transparent aufschlüsseln.

Kann ich die Malerkosten von der Steuer absetzen?

Ja, für Arbeiten in Ihrem Haushalt können Sie derzeit 20 % der Arbeits- und Fahrtkosten (nicht der Materialkosten) steuerlich geltend machen, maximal 1.200 € pro Jahr. Wichtig sind eine Rechnung und eine Überweisung.

Quellen und Hinweise

* Preisangaben: unverbindliche Richtwerte (Stand September 2026), eigene Zusammenstellung auf Grundlage allgemein zugänglicher Preisangaben. Keine Gewähr – die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Region, Zustand, Material und Aufwand ab und können deutlich abweichen. Verbindlich ist nur das Angebot eines Betriebs.

Rechtliche, steuerliche und Förder-Angaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Aktualisierung wieder und ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Energieberatung. Förderprogramme und Regeln können sich ändern – bitte prüfen Sie die aktuellen Bedingungen bei der jeweiligen Stelle. Stand: September 2026.